| Historie |

Arbeitsschwerpunkte
Unsere Arbeit besteht im Austausch von Gedanken, damit wir mehr wissen über uns selbst, um uns über uns klarer zu werden, um uns selbst als Mensch zu erkennen und um alle Menschen als solche zu achten.
Eine Themenauswahl:
Arbeit am Symbol: Viele Begriffe, mit denen wir täglich umgehen, entziehen sich einer exakten Deutung. Das gilt insbesondere für Fragen nach dem Sein des Menschen. Ihnen kann man sich nähern durch die geistig-emotionale Betrachtung von Symbolen. Daher spielen Symbole in der Freimaurerei eine große Rolle. Sie erschließen uns Deutungen, die über eine begriffliche Definition weit hinausgehen.
Fragen der Ethik: Eine gewissenhafte Lebensgestaltung ist für einen Freimaurer unabdingbar. Daher sind Fragen der Ethik und des Gewissens ein zentrales Thema unserer Gespräche. Was ist das Gewissen? Wie erleben wir unser Gewissen? Hat es sich entwickelt, ist es ein Produkt der Evolution? Ist es pragmatisch, ein gutes Gewissen zu haben?
Soziokulturelle Aspekte der Freimaurerei: Die Freimaurerei ist nicht ohne ihre Einbindung in die jeweilige politische Situation zu verstehen. Sie reflektiert das gesellschaftliche Sein. Sie ist ja gesellschaftswirksam geworden in der Zeit der Aufklärung, als man versuchte, die Welt aus einer rationalen Basis heraus zu verstehen. Ist die Erfindung der modernen Wissenschaft aber wirklich das non plus ultra? Ist der Mensch einzig aus seiner Lebenskultur zu definieren?
Historie der Freimaurerei: Ein schwieriges und daher spannendes und auch kontroverses Thema. Waren die Bauhütten der Ursprung? Vieles haben die Freimaurer von den Steinmetzgilden an den Bauplätzen der gotischen Dome übernommen, aber anderes reicht weit zurück in die griechischen Mysterien und noch weiter zu ägyptischen Geheimnissen. Auch der Templerorden hat Spuren hinterlassen. Tatsache ist: es gibt keinen Gründer und damit niemanden, den wir als solchen verherrlichen müssen. Das ist gut so, aber ein weites Feld des forschenden Interesses.
Religionen: Religionsentwicklung und Religionsphilosophie sind Themen, die mit dem ethischen Ziel der Freimaurerei unmittelbar zusammenhängen. Denn der Blick in die Weltgeschichte zeigt: es gibt keine Kultur, die nicht ihre Grundlage in einer Religion hat. Religion - und ganz konkret der Glaube an einen (irgendeinen!) Gott - ist die Basis jeder kulturhaften menschlichen Entwicklung. Natürlich ist das ein Thema für uns. Wir reden nicht über die Dogmen irgendwelcher Konfessionen oder bestimmter Religionen. Das ist Oberfläche. Aber wie kam der Mensch zur Religion? Wie hat sie sich entwickelt? Was ist das Gemeinsame aller Religionen? Manchmal finden wir bei diesen Fragen kein Ende und verabschieden uns erst gegen Morgen.
Brüderlichkeit: Zu guter Letzt: Wir Freimaurer sind Brüder, auf der ganzen Welt verteilt finden wir uns. Vereint sind wir durch die Erkenntnis des gleichen Ursprungs und Ziels, von Geburt und Tod, von Alpha und Omega, von Anfang und Ende des Lebens. Gespräche über die existentiellen Fragen von Leben und Tod sind Bestandteil unserer Arbeit. Wo kann man schon über die so oft verdrängten Fragen reden? Wir tun das.

Mitglieder der Loge sind Männer von gutem Ruf. In unserer Loge finden sich Männer verschiedenster Berufe und Tätigkeiten, die als Angestellte, Beamte, Rentner, Selbstständige und Pensionäre einen Querschnitt durch die Bevölkerung bilden. Durch die unterschiedlichsten Lebensläufe ergibt sich für jeden eine befruchtende Sammlung von Wissen und Erfahrungen. Aber alle eint der Hunger nach Humanität. Bruderschaft im Sinne von Humanität und Toleranz ist die Quintessenz der Loge.